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(E-Mail: wird nur unregelmäßig gelesen. Patientenbezogene Anfragen bitte nur telefonisch über die Praxis unter 0621-417541.
Eine offizielle Email-Adresse gibt es leider nicht mehr, da automatisierter Mißbrauch damit getrieben wurde, ggf. in extrem wichtigen Fällen siehe unter Impressum)

 

 

 

Immer diese Ärzte

 

- Mandeln raus -

Voreilige Schnelldiagnose oder dringend erforderlich?

 

Unnötige Mandeloperation:

Zugegeben, früher hat man relativ großzügig entschieden die Mandeln zu entfernen. Das lag aber auch an den Narkosen, die früher ein nicht völlig unerhebliches Restrisiko bargen. So hat man z. B. gerne bei erforderlichen Narkose auch noch leicht vergrößerte Mandeln mitentfernt, um eine eventuelle 2. Narkose zu vermeiden. Dies wurde bei Kindern mit großen Mandeln häufig empfohlen. Oder man hat Tonsillen auch gerne ohne Narkose in örtlicher Betäubung entfernt, allerdings war das bei Kindern in der Regel nicht möglich. Vorbeugende Operationen werden bei leicht vergrößerten Mandeln heute nicht mehr durchgeführt. Die Narkosen sind heutzutage derart ungefährlich geworden, daß manchmal sogar festsitzender Ohrenschmalz bei unkooperativen Kindern in Vollnarkose durchgeführt wird.

Man kann also ruhig abwarten, ob eine Entfernung tatsächlich nötig ist, dann allerdings sollte man nicht unnötig zögern diese schädlichen Organe entfernen zu lassen. Nur mäßig vergrößerte Mandeln ohne weitere Probleme sollten nicht entfernt werden, die Vergrößerung der Mandeln kann sich mit der Zeit wieder zurückbilden, bei der Rachenmandel ist dies sogar die Regel, allerdings kann man oft das Kind nicht so viele Jahre im kranken Zustand belassen.

Halbwissen über Mandeln:

Mit der vermehrten Aufklärung der Patienten, stehen nunmehr viele Patienten erstmal ablehnend einer solchen Empfehlung gegenüber und vermuten eine Routineentscheidung. In diesem Fall ist ein intensives Arzt-Patienten-Gespräch nötig, damit aus dem Laienwissen heraus keine falschen folgenschwere Entscheidungen getroffen werden.

Heute dagegen ist der Trend eher gegensätzlich. Oft entscheiden sich Patienten "vorsichtshalber" mal Ihre Mandeln zu behalten - die sollen ja den Körper schützen, oder? - und bringen sich damit unwissentlich in Gefahr. Denn Mandeln, die nicht einmal sich selbst vor Infektionen schützen können, können dem gesamten Körper ganz bestimmt keinen Schutz bieten.

Kranke Mandeln:

Bei einer chronischen Mandelentzündung ist die schützende Funktion der Mandeln erloschen. Das kann schon im Kindesalter auftreten, manchmal auch erst im Erwachsenenalter. Plötzlich kommen die Mandelentzündungen immer wieder, manchmal sogar mehrmals im Monat, jeweils kurz nachdem man mit dem Penicillin aufgehört hat. Jetzt beginnt sich die Mandel aktiv gegen Ihren eigenen Körper zu richten, sie wird "krankmachend" und stört ein funktionierendes Immunsystem indem sie eindringenden Erregern einen Ort zur ungestörten Vermehrung bietet.

Das ist nicht nur so dahingesagt, sondern es werden durch die chronisch kranken Mandeln nachweisbare Antikörper produziert, die darauf spezialisiert sind körpereigenes Gewebe zu zerstören. Und ist erstmal so etwas Wichtiges wie eine Herzklappe zerstört, müssen schwere Operationen folgen und man wünscht sich, die Zeitbombe Mandeln wäre schon vor Jahren entschärft worden. Es sollte also eher der Grundsatz angewendet werden: "Sicherheitshalber nehmen wir die Mandeln raus!" statt "Sicherheitshalber lassen wir die Mandeln mal drin".

Riesige Mandeln:

Auch bei extrem großen Mandeln, die einander in der Mitte des Rachens sogar noch berühren (sog. "kissing tonsils") bestehen oft Atem-, Schlaf-, Sprach-. und Schluckstörungen. Ein nur leichter Infekt reicht aus, um die Mandeln noch ein bißchen mehr schwellen zu lassen und dann kann es zu lebensgefährlichen Zuständen kommen. In einem solchen Falle sollten die Mandeln baldigst entfernt werden, auch wenn das Kind nicht an häufigen Mandelentzündungen leidet. Wir haben schon bei 2-3 jährigen Kindern solche Mandeln entfernt, noch nie haben wir danach nachteilige Folgen für deren Immunsystem gesehen!

Mandeln eines 6-jährigen Mädchens, die sich in der Mitte beinahe berühren,
dazwischen ist nur noch wenig Platz zum Schlucken oder Atmen,
die Sprache klingt dann häufig klosig, als hätte man eine "heiße Kartoffel" im Mund

Schützende Mandeln:

Bei Kindern übernehmen ungefähr nach dem 5. Lebensjahr sowieso andere Zentren im Körper (Milz, Leber, Knochenmark) deren immunologische Aufgaben und man kann auf die Mandeln ohne wesentliche Folgen verzichten, besonders auf krankmachende! Vor dem 5. Lebensjahr sind wir also eher zurückhaltend mit der Mandelentfernung, es sei den sie bringen das Kind in Gefahr.

Behalten Sie Ihre Mandeln:

Wenn allerdings nur gelegentlich mal eine Mandelentzündung auftritt, die Mandeln nur mäßig vergrößert sind und kein Fokusverdacht besteht, sollte die Empfehlung zur Entfernung nochmals durch einen zweiten HNO-Arzt überprüft werden.

Hier ein Beispiel:

Hier ein erschreckendes Photo von riesigen Mandeln und "Polypen" (besser: Rachenmandel) eines 2-jährigen (!) Kindes, welche jede Nacht Gefahr lief an seinen eigenen Mandeln zu ersticken. Der Junge wog knapp 15 kg und wurde von mir am 20.02.2002 im Theresienkrankenhaus Mannheim operiert.

 

tonsillen und adenoide.jpg (13249 Byte)

 

Auch hier bestanden die sog. "kissing tonsils" und eine über 4 cm (!) große Rachenmandel, welche den gesamten Rachen hinter der Nase ausfüllten und somit die Belüftung der Mittelohren sowie eine ausreichende Atmung durch die Nase verhinderten. Auch die Mundatmung war durch die riesigen Mandeln stark eingeschränkt.

 

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