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(E-Mail: wird nur unregelmäßig gelesen. Patientenbezogene Anfragen bitte nur telefonisch über die Praxis unter 0621-417541.
Eine offizielle Email-Adresse gibt es leider nicht mehr, da automatisierter Mißbrauch damit getrieben wurde, ggf. in extrem wichtigen Fällen siehe unter Impressum)

 

 

 

Neuromodulation

Aktuelle Nachricht:

 

Wegen Konkurs der Firma ANM sind die Geräte leider nicht mehr verfügbar.
Wir bedauern dies sehr, da wir darin die einzige tatsächlich wirksame Therapie des chronischen Tinnitus sahen.

 

Mittlerweile haben wir eine Therapie mit ähnlicher strukturierter Wirkungsweise gegen Tinnitus ausprobiert mit Namen Seiyo, leider nicht mit überzeugenden Ergebnissen. Den Patienten von uns, an denen wir es anwendeten hat es nicht wesentlich geholfen, obwohl es wesentlich günstiger als ANM ist. Sogar eine Arzthelferin von uns hat es ausprobiert - leider ebenfalls ohne Erfolg. Als wir deshalb früher aus dem Vertrag mit der Firma Soundperience aussteigen wollten, zwang sie uns den von uns unterschriebenen Vertrag kostenpflichtig zu erfüllen. Jetzt endlich konnten wir kündigen!

Wir hoffen, das ANM bald wieder in Deutschland das CR anbieten wird - wenn auch sehr teuer, so hatte es doch überzeugt.

 

Der neue Weg der Tinnitustherapie: Coordinated Reset (CR) des Tinnitus durch adaptive Neuromodulation (ANM) in Mannheim


Die neue Möglichkeit chronischen Tinnitus dauerhaft zu heilen!

Schon vor Jahren wurde vermutet, daß der chronische Tinnitus nicht (mehr) durch eine Schädigung des Innenohres hervorgerufen wird sondern durch ein "zu sehr geordnetes" Feuern von Sinnes- bzw. Nervenzellen, deren Aktivität sich selbst unterhält. Diese autonome Aktivität wurde allerdings lange Zeit im Bereich der Sinneszellen oder deren direkt nachgeordneten Nervenzellen im Innenohre vermutet. Ich selbst habe noch in den 90er Jahren Infusionen mit Lidocain durchgeführt, einem Medikament, das die Autonomie von Zellaktivitäten beeinflußt, was teilweise vorübergehende Erfolge bewirkte - leider eben nicht dauerhaft, daher habe ich die Therapieform verlassen. Aber schon der vorübergehende Erfolg der Behandlung hat vielen schwer chronisch Tinnituskranken zumindest die Angst vor dem "Ausgeliefertsein" gegenüber der Krankheit gemindert.
 

Das Gehirn

Erst seit geraumer Zeit weiß man, daß dieser Vorgang der sich selbst erhaltenden Erregungen nicht im Innenohr, sondern im Gehirn (genauer im auditorischen Kortex) stattfindet und das Problem "Tinnitus" somit auch dort gelöst werden muß. Die auf der Seite Tinnitus beschriebenen Vorgänge und empfohlenen Verhaltensadaptationen sind durchaus gültig, aber nicht für jedermann nachvollziehbar und durchführbar, daher hat ein Forschergruppe aus dem Forschungszentrum Jülich eine Möglichkeit gefunden, nahezu jeden an Tinnitus erkrankten Patienten zu behandeln - und das mit einem erstaunlichem, ja fast unglaublichen Erfolg. Der Coordinated Reset (CR) des Tinnitus mittels adaptiver Neuromodulation (ANM).
 

Lernen

Das Hirn kann lernen. Während des Spracherwerbes als Kind eine sehr sinnvolle Sache. Es werden durch stetiges Üben "Bahnungen" (= kommunikative Verbindungen zwischen Nervenzellen) gebildet, die ersten Laute kommen erst zögernd, doch bald kann das Kind die ersten Liedtexte auswendig. Diese Bahnungen können jedoch auch gebildet werden, um einen Tinnitus, der vielleicht ursprünglich mal im Innenohr entstanden ist und schon längst nicht mehr aktuell ist, am Leben zu halten. Es können sich krankhafte Verbindungen einschleichen, wodurch ungewollte Synchronisationen von Nervenzellaktivitäten entstehen, die einen zum Wahnsinn treiben können. "Ignorier das" - ist leicht gesagt, es ist zwar der richtige Weg, aber es klappt oft nicht.
 

Verlernen

Das Hirn kann aber auch verlernen. Durch ständiges "Nicht Wiederholen" tritt beim Menschen das Vergessen ein. Wer lange nicht mehr an bestimmte Dinge gedacht hat, wird diese mit der Zeit nicht mehr aus seinem Gedächtnis hervorkramen können - Inhalte können auf diese Weise sogar ganz verschwinden. Doch wie kann man die Bahnungen, die den Tinnitus am Leben erhalten wieder zurücksetzen - ein sog. Reset auslösen?
 

Wie soll das gehen?

Die Bahnungen sind durch Ton-Eindrücke entstanden, oft ausgelöst von krankhaften Tönen des Innenohrs. Also müssen  "Antitöne" gefunden werden, die diese Bahnung wieder auslöscht. Da die Bahnungen aus zusammengeschalteten Neuronen (= Nervenzellen) bestehen, die synchron arbeiten und miteinander kommunizieren, müssen diese "Antitöne" die Synchronisation sozusagen "aus dem Takt" bringen. Um solche Töne zu erzeugen sind komplexe mathematische Algorithmen erforderlich, deren Entwicklung mittlerweile ausgereift ist. Diese Zerstörung der eingebrannten krankhaften Bahnungen des Tinnitus nennt man Coordinated Reset, oder auch kurz CR.

 


 

Gibt es schon etwas Ähnliches?

Ein analoges Verfahren wird schon länger beim Morbus Parkinson angewendet, wo durch elektrische Impulse (über Elektroden im Hirn) gestörte Nervenzellaktivitäten normalisiert werden. Dieses Verfahren hat sich als eine äußerst effektive und beeindruckende Therapie durchgesetzt, der schüttelnde und zitternde Parkinsonpatient, der mit seinen verkrampften Muskeln kaum noch zu einer koordinierten Bewegung imstande ist wird praktisch auf Knopfdruck so einen nahezu normal beweglichen Menschen, dem man kaum noch etwas von seiner Krankheit ansieht. Diese Methode funktioniert nur, solange der Stimulus andauert. Mittels ANM will man auch hier versuchen, die störenden Muster, die eine dauerhafte Stimulierung erfordern, auszuschalten um diese ganz zu entfernen, damit keine dauerhafte Stimulation mehr erforderlich sein wird. Beim Tinnitus allerdings ist dieses Verfahren brandneu und absolut revolutionär.
 

Elektroden im Hirn?

Nein, das CR mittels der ANM funktioniert zum Glück rein über akustische Signale, Elektroden im Hirn sind also nicht erforderlich, obwohl manche Tinnituspatienten auch davor nicht zurückschrecken würden, nur um endlich eine mögliche Heilung oder Linderung erzielen zu können.
 

Die Therapie sieht im Wesentlichen so aus:

  1. Es wird ein akustisches Tinnitusprofil erstellt.

  2. Ein Computer errechnet anhand dieses Profils und der im Forschungszentrum Jülich entwickelten mathematischen Algorithmen eine individuelle Tonfolge, eben die o. g. "Antitöne", die in einer strengen zeitlichen Abfolge ins Ohr abgegeben werden müssen. Dazu wird ein T30 CR programmiert, ein tragbarer Stimulator, Qualitätsarbeit aus der Schweiz.

  3. Der Patient trägt diesen Stimulator (ähnlich wie einen mp3-Player) 4-6 Stunden täglich. Die "Antitöne" sind relativ leise und stören nicht - im Gegenteil empfinden die meisten Patienten diese Töne als wohltuend und angenehm, wenn sie richtig ermittelt wurden.

  4. Der Tinnitus wir im Laufe von Tagen bis wenigen Wochen immer leiser und das tragbare Gerät muß dann einige Male auf den verminderten Tinnitus nachjustiert werden.

  5. Nach einiger Zeit - sobald der Patient von seinem Leidensdruck erlöst ist - wird das Gerät nur noch nach Bedarf getragen oder auch gar nicht mehr.
     

Und die Erfolgsaussichten?

Es handelt sich um eine noch sehr junge Therapie, aber die bisher vorliegenden Studien sind sehr vielversprechend. In der sog. "Reset"-Studie gaben nahezu alle Patienten eine deutliche Verbesserung des (wohlgemerkt sehr therapieresistenten chronischen) Tinnitus an.

Wird der Tinnitus beschrieben auf einer Skala von 0 - 100, wobei 0: "dumpf und kaum störend" und 100: "extrem schrill" bedeutet, so sank von einem mittleren Ausgangswert von ca. 80 nach einer Zeit von 8 Wochen der Durchschnittswert des Tinnitus auf deutlich unter 40.

Der prozentuale Anteil der behandelten Patienten, die angaben unter einer schweren bis sehr schweren Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität zu leiden, lag vor der Behandlung bei 40% und sank nach 12 Wochen auf 10% ab. Eine beeindruckende Verbesserung, besonders auch hinsichtlich der Machtlosigkeit, mit der man bisher dem chronischen Tinnitus mit starkem Leidensdruck gegenüberstand!
 

Vorteile:

  • Kein invasiver (schmerzhafter oder blutiger) Eingriff

  • Hohe Erfolgsquote

  • Keine sonst bekannte ähnlich erfolgreiche Alternative

  • Keine Medikamenteneinnahme oder stationärer Aufenthalt

  • Kein relevanter Zeitaufwand erforderlich

  • Ein ganz besonderer Service .... siehe unten!
     

Nachteile:

  • Relativ teuer, knapp 3400,- Eurogesamt, ca. 2700.- für das Gerät von der Fa. ANM und knapp 700.- Euro für die ärztlichen Voruntersuchung, Anpassungen und Einstellungen, sowie 3-4-malige Nachjustierung. ABER: Rückgabemöglichkeit bei Unzufriedenheit, siehe unten!

  • Keine 100% Erfolgsgarantie, Therapie jedoch überwiegend erfolgreich

  • Bislang nur möglich bei tonalem Tinnitus zwischen 200 und 10.000 Hz

  • Nicht möglich bei Morbus Ménière und psychischen Erkrankungen

  • Mögliche Nebenwirkungen sind u. a. akustisch ausgelöste Epilepsien, die bei falscher Anwendung oder nicht fachmännischer Anpassung auftreten können.
     

Ein ganz besonderer Service:

Um zu belegen, daß es sich bei der - zugegeben nicht ganz billigen - Therapie nicht um eine Abzocke irgendeines dubiösen Unternehmens handelt, sondern um eine, in der Regel tatsächlich wirksame Behandlung, bietet die Fa. ANM- Medical Ihnen als Patient einen ganz besonderen Service:

Falls Sie als Patient wider Erwarten nicht positiv auf die Therapie ansprechen sollten, so können Sie das Gerät binnen 8 Wochen zurückgeben, ein Großteil der Kosten (ca. 2.300.-) wird Ihnen durch die Herstellerfirma wieder erstattet, ausgenommen davon sind erfolgten Service- Leistungen der Firma ANM und die ärztlichen Leistungen. Auch bei unverschuldetem Verlust oder Defekt des Gerätes, wird Ihnen die Herstellerfirma großzügig entgegenkommen. Allerdings sind auch bis Anfang 2010 bereits private Forschungsgelder in Höhe von über 3.000.000 Euro angefallen, die auch irgendwie amortisiert werden müssen.

u Patientenbroschüre von ANM herunterladen t

Wo und ab wann kann ich diese Behandlung machen?

Wir sind stolz Ihnen mitteilen zu können, daß das Ärztetraining und die Schulung unseres Personals von ANM abgeschlossen sind und wir Ihnen diese innovative Behandlung seit 15.03.2010 in unserer Praxis in Mannheim anbieten können. Unsere Audiologieassistentinnen und ich haben sich auf mehreren Fortbildungen darüber weitergebildet.

Termine vereinbaren Sie bitte ab sofort telefonisch in der Praxis Dr. Riemann unter: 0621-417541 mit dem Hinweis auf Beratung für das CR durch adaptive Neuromodulation.

 

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